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Taktisches Wählen 2.0 8. November 2008

Posted by sikk in Politik.
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Anfang des Jahres habe ich mich noch darüber aufgeregt, dass zu viele Bürger taktisch an die Wahl herangehen, weil man gesagt hat, Koch müsse weg. Aus diesem Grund haben sehr viele Leute den vermeintlich sicheren Weg in Form der SPD gewählt. Und das wiederum bedeutet, dass sehr viele Wähler nicht die Partei gewählt hat, die ihm am nächsten liegt, wodurch die Zusammensetzung des Landtags nicht repräsentativ zum Wählerwillen sein kann.

Mittlerweile dürfte klar sein, dass das kein gutes Mittel war, das Ergebnis war nicht Fisch, nicht Fleisch, Koch war weiterhin geschäftsführender Ministerpräsident und Ypsilantis Versuch einer Minderheitsregierung ist kläglich gescheitert.

Dies nicht zuletzt deswegen, weil immerhin vier Leute dort ein Gewissen haben, was in der SPD scheinbar nicht so gern gesehen wird, wie die innerparteilichen Reaktionen zeigen.

Meine Hoffnung ist nun, dass die Menschen einsehen, dass auf die großen sogenannten Volksparteien kein Verlass ist und man offensichtlich als Bürger nicht ernst genommen wird. Die CDU versucht eine autoritäre Regierung zu erreichen, die den Leuten das Denken abnimmt und durch steigende Überwachung verunsichert, die SPD versucht alles, um überhaupt an die Macht zu kommen, egal, ob das die Wähler so wollten oder nicht.

Insgesamt sieht man an der Bundesregierung, dass man nicht für sondern gegen das Volk regiert. Die Vorratsdatenspeicherung, ein neues BKA-Gesetz, diverse Versuche, Gesetze durchzuboxen, die offensichtlich gegen das Grundgesetz verstoßen. Immer wieder muss das Bundesverfassungsgericht einschreiten und die schwarz/rote Regierung in die Schranken verweisen.

Dass Koch auch weiterhin Ministerpräsident bleiben wird, scheint so gut wie gesichert. Laut aktuellen Umfragen würde momentan die CDU knapp zugewinnen und auf 41% kommen, die SPD dagegen auf 28% abfallen, was angesichts der aktuellen Situation noch ein recht guter Wert ist. Die Grünen wären bei 12, die FDP bei 11 Prozent, auch die Linken wären nochmal mit 5% dabei.

Wenn Koch also nicht zu schlagen ist, sollte man zumindest versuchen, eine starke Opposition aufzubauen. Mein Traum wäre daher, wenn sich der neue Landtag aus vielen kleinen Parteien zusammensetzt, die den Willen des Wählers viel besser repräsentieren würden als dies durch die zwei ‚Volksparteien‘ jemals machbar wäre.

Das bedürfte einer größeren Vielfalt an Parteien und der Einsicht der Wähler, dass die beste Taktik beim Wählen ist, die eigenen Interessen zu bevorzugen. Das wäre mal eine taktische Wahl, die ich gutheißen könnte.

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