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Steuerdatensammler als Freiberuf? 4. Februar 2010

Posted by sikk in Politik.
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Ich überlege mir gerade, dass wenn man diesem Typen mit der Steuer-CD die 2,5 Mio Euro gibt, erhebt man ihn dann nicht eigentlich in den Stand eines freiberuflichen Datensammlers? Also ähnlich einem Journalisten, der eine Story recherchiert und dann an Magazine und Zeitschriften verkauft?

Das Signal, das man damit gibt, ist doch, dass nun alle möglichen Leute anfangen, den Staat/die Steuerfahndung interessierenden Daten zu sammeln und zu verkaufen. Sowas hat vor zwei Jahren funktioniert, aktuell wird das auch wieder gehen, also wird es auch in Zukunft funktionieren. Datensammeln als Geschäftsmodell (und falls es mal nicht mehr geht, kann man die Steuerhinterzieher ja noch direkt erpressen).

Der Staat könnte solche Fälle auch aufdecken, ohne rechtstaatliche Pfade zu verlassen, wenn er die Steuerfahndung entsprechend aufstocken würde. In Hessen hatten wir ja mal eine Steuerabteilung, die ihr Geld wirklich wert war. Die haben die dicken Fische gefangen und auch mal Banken durchsucht. Jedenfalls, bis sie wohl gewissen Leuten zu unbequem wurden. Der Fall wird gerade gerichtlich geklärt.

Auf Dauer dürften eigene und unabhängige Steuerfahnder der günstigere Weg sein, als immer wieder Steuerdaten-CDs aus dubiosen Quellen zu kaufen (oder gar eigene ‚IT-Spezialisten‘ in ausländische Banken einbrechen lassen?).

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