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Nacktscanner und die Datenspeicherung 17. November 2010

Posted by sikk in howto, Piraten.
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Gerade habe ich bei Netzpolitik.org gelesen, dass erstmals Bilder aus amerikanischen Nacktscannern geleakt sind. Nicht eins oder zwei, ganze 35.000 Bilder sind so aufgetaucht. Ganz ehrlich: Das wundert mich nicht.

Auch wenn immer wieder behauptet wurde, es sei nicht möglich, entsprechende Bilder zu speichern, so muss doch jedem technikinteressierten Menschen klar sein, dass zwischen dem eigentlichen Scanner und dem Ausgabegerät eine digitale Verarbeitung statt findet, die es jederzeit ermöglichen würde, dass diese digitalen Daten in irgendeiner Form auch gespeichert werden können.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass eine solche Datenspeicherung von Sicherheitsbehörden nicht nur gerne geduldet sondern sogar gewollt ist.

Aber fangen wir vorne an: Ohne dass ich genauere Einblicke in die Entwicklung oder das Innere eines solchen Gerätes habe, kann man doch ein paar Aussagen über den Aufbau treffen.

Ein Nacktscanner besteht logisch aus mehreren Teilen. Da wäre zunächst der Scanner selbst, dann eine Rechenlogik, die dessen Ergebnis aufbereitet und dann die Anzeige beim Securitypersonal.

Der Scanner ist hier ein Terahertz-Scanner, weil Terahertz-Strahlung die oberen Kleidungsschichten durchdringen kann und man somit Personen quasi ohne Kleidung darstellen kann. Deswegen heißen die Nacktscanner oder mittlerweile verharmlosend auch Körperscanner.

Scanner sind bildgebende Geräte: Vorne werden die Leute gescannt, hinten kommt ein Bild heraus, nennen wir es mal Rohbild. Da gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu normalen Flachbettscannern oder auch Fotokameras, nur dass das Rohbild eben nicht aus sichtbarem Licht sondern aus eben den Terahertzstrahlen gewonnen wird. Selbst wenn es sich bei diesen Daten nicht um ein übliches JPG handelt sondern wahrscheinlich in einem eigenen Format an die Verarbeitungslogik weitergereicht wird, handelt es sich doch um Rohdaten, die die untersuchte Person darstellen.

Natürlich darf man sich das nicht wie ein ästhetisch ansprechendes Nacktfoto vorstellen wie es sie zu tausenden überall anzuschauen gibt, eher handelt es sich um ein funktionelles Graustufenbild, das nun verarbeitet werden muss. Ein Beispiel findet sich in der Wikipedia (Datei:Backscatter x-ray image woman.jpg).

Die Bildverarbeitung ist ein eigener Zweig der technischen Informatik, der zunehmend wichtiger wird, wenn man an Gesichts-, Mimik- und Gestenerkennung denkt. Insbesondere ist auch das europäische Projekt INDECT sehr an der Forschung interessiert, automatisch „abweichendes Verhalten“ zu erkennen.

Hier muss jedoch nur ein statisches Bild bearbeitet werden, zumindest ist mir Terahertz-Video noch nicht bekannt. Sicherlich nur eine Frage der Zeit.

Voraussetzung für diese Bildbearbeitung ist eine möglichst hohe Auflösung des Ursprungsbildes. Ähnlich wie ein Textscanner, der anhand des Scans die Schrift erkennen soll (OCR) sorgt eine höhere Auflösung für ein besseres Ergebnis oder umgekehrt gibt es vermehrt Fehler, wenn die Auflösung zu gering ist.

Das Bild wird nun nachgeschärft, Kanten werden erkannt, es wird transformiert, normiert und klassifiziert, letzten Endes mit dem Ziel Muster zu erkennen und Dinge, die „unüblich“ sind, von der Norm abweichen.

Für die letztendliche Anzeige im Computer des Security-Personals reicht es grundsätzlich, dass dort ein schematisches Menschlein dargestellt ist und von der Verarbeitungseinheit nur die Koordinaten geliefert werden, wo rote Kreise oder Pfeile anzuzeigen sind. Oder dieses schematische Bild wird auch gleich von der Verarbeitungseinheit mitgeliefert.

In allen Schritten ist es nun grundsätzlich möglich, Daten zu speichern. Wenn die Aussage getroffen wird, es könne nicht gespeichert werden, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Schnittstellen dafür nicht vorhanden sind, wahrscheinlicher dürfte es sein, dass zwar die Schnittstellen vorhanden, daran aber kein Datensicherungsgerät angeschlossen ist. Es kann auch einfach sein, dass der Benutzer einfach keinen Knopf zum speichern hat.

Für die Entwicklung solcher Systeme sind solche Schnittstellen jedoch unbedingt erforderlich, weil der Programmierer eben sehen muss, wie die Bilder aus dem Scanner herauskommen und auch, wie die Zwischenschritte der Verarbeitung aussehen.

Die produktiven Systeme sind auf solche Schnittstellen eigentlich nicht angewiesen, sind sie für den Betrieb doch nicht unbedingt notwendig. Aus Kostengründen könnte der Hersteller also darauf verzichten, solche Schnittstellen einzubauen, jedoch sind die Kosten eher gering und es gibt eben doch noch einen Nutzen zumindest für den Hersteller: Fehlersuche.

Fällt ein Nacktscanner aus kann es für die Fehlersuche erforderlich sein, die Verarbeitungsschritte zu überprüfen. Es muss ja nicht immer ein Hardwareausfall sein, es ist auch durchaus möglich, dass die Maschine zwar läuft, aber keine verlässlichen Ergebnisse mehr liefert. Beispielsweise gibt es hier den Fall in Hamburg, bei dem die Scanner schon bei Falten im Rock Alarm schlägt. Hier ist eine Nachbesserung in der Software notwendig.

Warum ist die Sicherung der Daten für Sicherheitsfanatiker wichtig? Grundsätzlich wollen die ja sowieso immer alles speichern, was möglich ist. Man stelle sich nur einmal vor, es passiert ein Terroranschlag, obwohl der Täter durch den Nacktscanner untersucht wurde. Spätestens dann wird man den genauen Vorgang überprüfen müssen, um die Ursache des Fehlers herauszufinden (oder zumindest jemanden beim Sicherheitspersonal schuldig zu sprechen, denn man kann ja  nicht zulassen, dass das Geld für die Nacktscanner fehlinvestiert ist).

Aber das nur am Rande ;-)

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Internet erklärt für Internetausdrucker 24. Mai 2009

Posted by sikk in howto.
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Ich begrüße an dieser Stelle Frau von der Leyen, (Frei-)Herrn von und zu Guttenberg und auch alle weiteren Befürworter der sogenannten Internetsperren.

Falls Sie diesen Text gerade ausgedruckt vorliegen haben, möchte ich Sie bitten, sich gerade mal einen Assistenten zu suchen, der sich mit Ihnen zusammen diesen Blog ansieht, das meiste, was ich Ihnen zeigen möchte geht eben nur online.

(mehr …)

Wie Du den Piraten helfen kannst, den hessischen Landtag zu entern 23. November 2008

Posted by sikk in howto.
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==> Blitzbeschreibung

Ausführliche Beschreibung

Kleine bzw. junge Parteien die zu einer Wahl antreten wollen müssen dem jeweiligen Landeswahlleiter eine gewisse Anzahl Unterstützerunterschriften vorlegen. Obwohl wir Hessen zur letzten Wahl zugelassen waren, benötigen wir für die nächste Wahl wieder 1000 davon, um wieder zur Wahl zugelassen zu werden.

Dummerweise hatten wir letztes Mal die vierfache Zeit, die Unterschriften zu sammeln, jetzt müssen die bis zum 15. Dezember beim Landeswahlleiter vorliegen.

Darum meine Bitte an alle in Hessen wahlberechtigten Leser:

  • Informiere Dich über uns auf unserer Wahlkampfseite und stelle fest, dass wir die beste Partei von allen sind ;-)

Die Unterschrift unter dieses Dokument bedeutet nicht, dass man auf alle Fälle die Piraten wählt, niemand kann Dich darauf festnageln. Die Unterschrift bedeutet nur, dass man dem Landeswahlleiter zu verstehen gibt: Diese Partei ist es wert, zur Wahl zugelassen zu werden.

Unterschreiben darf jeder, der zum Zeitpunkt der Wahl wahlberechtigt ist. Termin ist der 18. Januar 2009. Wenn Du also noch vorher 18 Jahre alt wirst, benötigen wir Deine Stimme.

Du darfst Deine Unterstützung nur einer einzigen Partei geben. Wenn Du also eine Unterstützerunterschrift auch noch anderen Parteien zukommen lässt, ist sie sowohl für uns als auch für alle anderen Parteien ungültig und somit verloren. Eine Mitgliedschaft in einer anderen Partei ist hingegen kein Problem – wir haben bereits Unterschriften von Mitgliedern der aktuellen Regierungsparteien sammeln können :-)

An dieser Stelle auch ein Wort zum “’Thema Datenschutz:“‘ Selbstverständlich werden wir Deine persönlichen Daten mit der allergrössten Sorgfalt behandeln, d.h. ausser den Einwohnermeldeämtern und den Landeswahlleitern wird sie niemand einsehen können.

Das Unterstützerformular selbst ist dreigeteilt. Das obere Drittel wurde bereits vom Landeswahlleiter ausgefüllt, gestempelt und unterschrieben. Hier kannst Du sehen, dass Deine Unterstützerunterschrift für die Piratenpartei zur Landtagswahl 2009 sein wird.

Das mittlere Drittel musst Du nun ausfüllen. Hier möchten wir Dich bitten, einigermaßen ordentlich zu schreiben und alle Felder auszuüllen, wir mussten zur Hessenwahl etliche Formulare vernichten, die nicht lesbar oder unvollständig ausgefüllt waren.

Das untere Drittel wird von Deiner Gemeindeverwaltung ausgefüllt. Diese stellt einfach fest, ob die Daten auf dem Formular richtig sind und merkt sich, dass Du eine Partei unterstützt (nicht: welche Partei).

Du kannst uns sehr viel Arbeit abnehmen, wenn Du das selbst anleierst: Einfach im Einwohnermeldeamt vorbeischauen, Formular prüfen und beglaubigen lassen. Das ist nicht nur kostenlos, es geht auch normalerweise ziemlich schnell. Und: Du kannst sogar die Formulare all Deiner Freunde, Bekannten und Verwandten bei dieser Gelegenheit mitbescheinigen lassen.

Auch ohne diese Beglaubigungen nehmen wir die Formulare natürlich gerne wieder entgegen, wir benötigen jedoch die Originale. Fax, Scan oder abfotografieren gilt nicht. Wir werden dann die Formulare Deiner Gemeinde sammeln und selbst zur Beglaubigung hinsenden. Wie gesagt, diese Arbeit dürftest Du uns gerne abnehmen ;-)

Das Formular (oder besser die Formulare ;-) sendest Du uns am besten an folgende Adresse:

Piratenpartei Hessen
Postfach 900502
60445 Frankfurt / Main

Übrigens kannst Du diese Gelegenheit auch prima nutzen, um bei uns einzusteigen. Das kostet Dich nur läppische 36 Euro im Jahr Mitgliedsbeitrag und Du hast die Chance, aktiv an der Entwicklung unserer Gesellschaft teil zu haben. Das Mitgliedsformular für Hessen findest Du auf unserer Webseite. Diese könntest Du uns auch zufaxen (06257-68396) oder noch einfacher zu den Unterstützerformularen dazulegen. Auch Deine Freunde, Bekannten und Verwandten sind uns willkommen.

Wenn Du uns erst kennenlernen möchtest, komme einfach auf eines unserer Treffen

Auch wenn Du kein Mitglied werden möchtest, kannst Du uns durch Geldspenden unterstützen. Überweise einen Betrag nach Deinem Gusto auf folgendes Konto:

Piratenpartei Hessen
Konto Nr. 6004 334 400
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 43060967

BIC GENODEM1GLS
IBAN DE42 4306 0967 6004 3344 00

Vielen Dank auf jeden Fall schon einmal, dass Du diesen Text bis hierher gelesen hast, damit hast Du schon mehr getan, als die breite Masse der Bevölkerung ;-)


Blitzbeschreibung:

  1. Besorge Dir das Unterstützerformular
  2. Fülle es aus
  3. Überzeuge Deine Freunde, es Dir gleich zu tun
  4. (Lass Die Unterschriften auf deinem Einwohnermeldeamt beglaubigen)
  5. Sende die Formulare per Post an uns zurück (Piratenpartei Hessen / Postfach 900502 / 60445 Frankfurt/Main)

Punkt 4 kannst Du auch weglassen, dann kümmern wir uns um die Beglaubigung.

Howto: Transparente bauen 28. Mai 2008

Posted by sikk in howto.
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Achtung: Eine aktualisierte Fassung habe ich gerade im Piraten-HowTo gespeichert. Textlich sind es nur ein paar kleinere Änderungen, aber ich habe Bilder dazugepackt.
Sikk, 20.07.2008

Update 30.08.2010: Ich habe die Bilder nun auch direkt hier eingebaut. Sikk


TransparenteHowto: So kann das fertige Transparent aussehen.

Immer wenn man mal wieder darauf aufmerksam machen muss, dass man als Bürger noch Rechte hat und diese nicht von Politikern beschnitten wissen möchte, muss man auf die Straße gehen und Demonstrieren. Ganz wichtig dabei: Transparente mit den eigenen Forderungen. Wie man die baut, möchte ich hier kurz erläutern.

Eigentlich ist es ja ganz einfach, Transparente zu bauen: Ein Bettlaken, eine Sprühdose und ein Spruch, den man mit dem einen aufs andere sprüht. Zwei Latten dran oder auch ohne diese zum einfach so vor sich her tragen.

Dummerweise sehen diese Transparente oft echt scheiße aus und deswegen möchten wir hier einen etwas höheren Standard setzen. Man könnte sich überlegen, die Buchstaben vorzuzeichnen oder mit Buchstabenschablonen einfach auf den Stoff zu sprühen. Der Profi nimmt einen Beamer.

Falls ein solcher nicht vorhanden und zu teuer ist, geht notfalls auch ein Overhead-Projektor, wie es zu meiner Zeit an Schulen und sogar noch an der Uni standard war (Ich stelle gerade fest, dass ich ja schon ganz schön alt bin).

Mit dem Beamer werden die Sprüche oder auch komplexere Grafiken (Schäublone oder wie wir noch sehen werden, Schäubles Fingerabdruck) an die Wand geworfen und die Umrisse der Buchstaben/Grafiken abgemalt. Anschließend werden diese Umrisse mit Farbe ausgemalt. Je sorgfältiger man dabei vorgeht, umso besser sehen die Transparente anschließend aus.

Eigentlich ist damit schon alles gesagt, aber ich möchte noch etwas ins Detail gehen, um grobe Fehler aufzuzeigen oder Verbesserungsvorschläge zu bekommen.

Vorüberlegungen:

Wenn Du planst, einen Transparente-Workshop zu veranstalten, ist es wichtig, dass viele Leute kommen und helfen. Daher solltest Du dies mindestens zwei Wochen vorher ankündigen, noch einmal eine Woche vor dem Termin und noch einmal am Tag zuvor. Versuche, zu erreichen, dass Dir die Leute zusagen, die kommen wollen, damit man absprechen kann, wer noch was besorgen kann. Es nützt nichts, wenn alle Laken mitbringen und keiner Farbe dabei hat…

Wenn Du an einem von anderen geplanten Workshop teilnehmen willst, tu dem Veranstalter den Gefallen und melde Dich (notfalls auch unverbindlich) an. Für den ist es sehr schwierig zu planen, wenn er nicht weiss, ob 20 Leute oder nur zwei kommen.

Ort:

Wichtig: Viel Platz, damit die bemalten Transparente trocknen können.

Wichtig: Viel Platz, damit die bemalten Transparente trocknen können.

Es wird ein Ort benötigt, der vor allem viel freien Platz auf dem Boden bietet. Mindestens zwei Transparente sollten dort liegen liegen können, je mehr, desto besser, besonders wenn viele Mitstreiter da sind und man mehrere Transparente gleichzeitig bemalen kann. Dann sollte genügend Platz sein, dass die fertig bemalten Transparente trocknen können.

Zeit:

Man sollte einen Zeitpunkt wählen, an dem möglichst viele Leute können, damit sich die Arbeit schneller macht. Der Samstag bietet sich an, weil da auch notfalls ein Baumarkt offen hat, in dem man noch weiteres Zeug nachkaufen kann.

Die Dauer wird immer zu kurz sein, weil man immer noch ein Transparent anfängt, obwohl es eigentlich schon spät ist, einfach, weil noch Stoff da ist, man noch eine gute Idee hat, etc.

Der Beamer:

Mit dem Beamer lassen sich auch komplexe Grafiken auf Transparenten darstellen.

Mit dem Beamer lassen sich auch komplexe Grafiken auf Transparenten darstellen.

Es reicht ein handelsübliches Modell mit geringer Auflösung, man will ja keine HD-Videos schauen, sondern Sprüche abmalen. Er sollte aber genügend Licht machen, damit man auf dem Transparentstoff auch etwas erkennt (was bei farbigem oder gar scharzem Stoff manchmal Probleme mit sich bringt). Ein Overhead-Projektor würde wahrscheinlich auch ausreichen, dann muss man die Sprüche auf Folie drucken, was nicht immer einfach und auch unflexibler ist als der Beamer.

Der Beamer sollte so aufgestellt sein, dass das Bild etwa so groß ist wie der Transparentestoff. Es muss nicht exakt so sein, lieber etwas größer als das Laken, man muss sowieso vorm Zeichnen schauen, dass das gesamte Bild auf den Stoff passt und einigermaßen gerade ist.

Beschickt wird der Beamer natürlich von einem Computer, wenn man unterwegs ist, bietet sich natürlich ein Notebook an, aber es gibt auch viele Leute, die einen Minitower samt Monitor mit sich herumschleppen. Falls es möglich ist, den Beamer mit einem eigenen Grafikausgang anzuschließen, kann man die Anzeige so schalten, dass man am Rechner arbeiten kann, während der Beamer das aktuelle Motiv anzeigt.

Der Transparentestoff:

Der Stoff kann ein beliebiges Bettlaken sein, am besten schaut man mal, was man Zuhause entbehren kann oder man kauft entsprechende Stoffe. Weniger geeignet: • Omas Winterbettlaken sind wahrscheinlich zu dick, die wird man später kaum hochhalten können und sobald es regnet saugen die sich mit Wasser voll und das wird noch schlimmer • Spannbettücher sind komplett außer Form und müssen erst zusammengeschnitten werden • zu dünne Stoffe reißen leichter, labbern auch oben zu sehr herum Aber letzten Endes nimmt man halt, was man hat und wenn nur obiges da ist, ist das auch kein Beinbruch.

Man kann natürlich auch mit farigen Laken experimentieren, möglichst leuchtende Farben, um gesehen zu werden, bei dunklen Laken müsste man die Aufschrift entsprechend einfärben.

Laken aufhängen:

Befestigung an der Wand

Sicher befestigt: Das Laken hält mit Gewebeband auf vielen Untergründen. Zum Schutz der Wand wird besser vorher eine Plastikfolie drunter geklebt.

Irgendwie muss man das Laken an die Wand bekommen, damit der Beamer draufleuchten kann. Das hängt natürlich von der Wand ab, bei uns hielten Klebstreifen die Laken ausreichend sicher an der Wand, es kann aber sein, dass man sich mit Nägeln oder Reißbrettstiften behelfen muss. Notfalls kann man sich aus den Latten, die später die Transparente halten eine Stütze bauen und notfalls die Laken drantackern.

Evtl. empfiehlt es sich, die Wand mit Plastikfolie zu schützen, damit Stifte, die vielleicht durch den Stoff gehen nicht diese noch zusätzlich bemalen.

Das Motiv:

Möglichst zeitloses Motiv

Sprüche sollten auch in Zukunft noch zu anderer Gelegenheit verwendet werden können.

Am besten und einfachsten sind Sprüche, die das eigene Anliegen mit wenigen Worten darlegen. Da wir aber mit dem Beamer arbeiten, können wir auch komplexere Dinge darstellen, also Grafiken, die sich am besten in Schwarz/Weis darstellen lassen (eine bunte Blumenwiese ist nur etwas für Leute mit sehr viel Muse). Kontrastreiche Grafiken also mit nicht allzu filigranen Anteilen. Wir haben uns z.B. mit Schäubles Fingerabdruck beschäftigt. Immer daran denken, dass man das später noch ausmalen muss. Das Motiv wird nun auf das Laken geworfen und zentriert. Achtet darauf, dass rechts und links noch Platz ist, damit die Latten zum Hochhalten befestigt werden können.

Das Motiv/der Spruch sollte zudem so gewählt sein, dass man es auch später noch verwenden kann. Sprüche, die sich auf ein gerade aktuelles Ereignis oder Politiker beziehen, kann man in einem Jahr wahrscheinlich nicht mehr verwenden.

Abmalen:

Die Buchstaben werden jetzt anhand der Umrisse auf das Laken gemalt. Das kann z.B. mit einem Kugelschreiber geschehen, oder, wenn man sowieso schwarze Schrift haben möchte auch mit einem Edding. Dummerweise muss man dann aber aufpassen, dass man sich nicht allzusehr vermalt, was gut passieren kann, wenn das Laken etwas von der Wand weg hängt und man es beim Festhalten unbewusst verschiebt. Gerade beim Edding muss man auch aufpassen, weil die Farbe durch das Laken auf die dahinterliegende Wand abfärbt. Außer natürlich, man hat wie vorher beschrieben rechtzeitig noch die Plastikfolie dahintergehängt.

Die bessere Lösung: Ein einfacher Bleistift. Vielleicht auch einer aus dem Baumarkt (diese dicken Maurerbleistifte) drücken nicht durch, tragen nicht so dick auf wenn man sich verzeichnet haben sollte und lassen sich notfalls sogar ausradieren.

Diese Aufgabe übernehmen am besten bis zu zwei Leute, mehr haben am Laken keinen Platz, stehen sich im Weg oder verdecken die Lichtquelle. Ein dritter Mensch kann sich mittlerweile das nächste Motiv ausdenken. Wenn man glaubt, fertig zu sein, sollte man sich vergewissern, dass auch alle Elemente des Motivs übertragen sind(!).

Ausmalen:

Ausmalen im Team

Malen nach Zahlen: Vorsichtig die Buchstaben ausmalen.

Das Laken kann jetzt abgenommen und auf dem Boden ausgebreitet werden, um es mit den mitgebrachten Farben zu bemalen. Das Ganze funktioniert dann genau wie Malen nach Zahlen: Einfach die Flächen ausmalen. Das können mehrere Personen gleichzeitig tun, die sich gegenüberliegen. Auch hier sollten wieder große Plastikfolien zum Einsatz kommen, weil die Farben garantiert durchfärben bis auf den Boden und man diesen ja nicht versauen möchte.

Farben:

Imprägnieren

Nicht wasserdicht, aber -fest, hoffentlich bis nach der Demo.

Als Farben bieten sich Abtönfarben aus dem Baumarkt an, die man portionsgerecht in wieder verschließbare Marmeladengläser füllt. Vorzugsweise wird sicherlich schwarz auf den weißen Laken zum Einsatz kommen, aber natürlich sorgen bunte Farben für Akzente.

Die Farbe sollte nicht zu dick aufgetragen werden, denn erstens ist sie nicht billig, zweitens dauert es dann ewig, bis sie trocknet und drittens wird die feste Farbe sonst später brüchig oder bröckelt gar ab.

Abtönfarbe sollte nach dem Trocknen mit Imprägnierspray behandelt werden, damit sie bei Regen länger halten und nicht verlaufen.

Haltestangen:

Im Baumarkt bekommt man einfache Konstruktionslatten für wenig Geld. Die Maße sind meistens 18x36mm, die Länge sollte 2,50m betragen. Gibt es im Zehnerpack für ca. 12,- Euro.

Befestigt werden die Stangen auf zweierlei Weise: Wer eine Nähmaschine sein eigen nennt und damit umgehen kann oder jemanden kennt, der das kann oder einfach ein geschicktes Händchen im Umgang mit Nadel und Faden hat (oder jemanden kennt…), sollte folgende Variante wählen: Man kann den Transparentestoff rechts und links umschlagen und eine Hülse nähen, in die das Transparent bei Bedarf eingeschoben wird. Das kann hilfreich sein, wenn man mehrere Transparente zur Auswahl und zuwenig Latten und Träger hat. Die Transparente lassen sich dann nach Gebrauch ordentlich zusammenlegen und zur nächsten Demo verwahren (oder sogar bügeln).

Transparent befestigen

Transparentbefestigung mittels Tacker: Doppelt getackert hält besser.

Weniger filigrane Bewegungslegastheniker wie wir tackern den Stoff einfach an der Latte fest: Einmal den Stoff bündig auf die Latte legen und von oben bis unten tackern. Dann die Stange einmal komplett um sich selbst drehen bis die eben getackerte Seite wieder oben liegt. Dann hat sich der Stoff einmal um die Latte gewickelt und das sieht schöner aus. Jetzt einfach nochmal Tackern, wobei oben und unten ruhig etwas umfangreicher getackert werden darf, wo die Belastung für den Stoff am größten ist.

Die Haltestangen sind zum Halten jetzt noch etwas rauh. Wenn man einen Hobel hat, wäre es praktisch, diesen einzusetzen, dabei kann man auch gleich die Ecken noch etwas abrunden. Notfalls kann man dies auch mit grobem Schleifpapier erreichen, bzw. ergänzen.

Oder man lässt es ganz und hofft, dass sich niemand verletzt.

Die Profivariante sieht so aus, dass man die oberen Enden der Haltestangen nochmal mit einer Querstange verbindet und es so einfacher macht, das Transparent gespannt zu halten. Diese Querstange sollte dann durch Schloßschrauben und Flügelmuttern verschraubt werden, damit das ganze Gestell noch einigermaßen flexibel ist und man es nach Gebrauch wieder auseinandernehmen kann, um das Transparent platzsparend aufzuwickeln.

Windwiderstand:

Je großflächiger ein Transparent ist, um so stärker reagiert es auf Wind. Eine Lösung dieses Problems ist es, Löcher ins Transparent zu schneiden. Da es eine sehr schlechte Idee ist, kurz vor der Demo mit einem Messer herumzuhantieren (die Polizei wird Dich entwaffnen), sollte dies frühzeitig geplant sein.

Die Schnitte sollten L- oder U-Förmig sein (natürlich eckig) und nach oben geschlossen, sonst hängen die Stofffetzen ständig nach unten, was ja doof ist. Außerdem sollten sie nicht durch die Buchstaben gehen, sondern nur innerhalb einer gleichfarbigen Fläche.

Es können auch einfache senkrechte Schnitte gemacht werden, die kann man notfalls noch von Hand L-Förmig reißen.

Die fleißigen Lieschen verhindern ein weiteres Ausreißen der Löcher durch Abnähen der Schnittenden :-)

Anzahl der Schnitte nach Bedarf.

Schluss

Das sollte es eigentlich gewesen sein. Ich hoffe, ich habe alle Aspekte angeschnitten. Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge bitte an mich (Sikk), bzw. in die Kommentare.