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lesenswert: Ilija Trojanow 16. März 2008

Posted by sikk in Lesenswert.
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Ein absolut lesenswerter Artikel, der sich mit zunehmender Überwachung befasst:

Ilija Trojanow: Mit Sicherheit untergehen.

Ein paar Zitate gefällig?

„Um die Gewalt von Einzelnen zu bekämpfen, übt der Staat selbst Gewalt aus. Die völlige Chancenlosigkeit des Verbrechers hätte somit eine Kehrseite: die absolute Macht der Behörden. Dann wäre die Kriminalität keineswegs abgeschafft, sondern vom Individuum auf den Staat verlagert.“

„Ein Politiker, der Bürgerrechte abbaut, ist langfristig gefährlicher als ein Terrorist.“

„Der Präventivstaat ist ein Nimmersatt. Der Bürger braucht keinen Schutz durch den Staat, sondern Schutz vor dem Staat.“

„Vertreter solcher Standpunkte sind Staatsgroupies, deren Libido sich an Allmachtfantasien entzündet.“

„Die entscheidende Frage ist: Wie viel Sicherheit brauchen wir? Trotz gegenteiliger Behauptungen der Innenminister – es gibt kein ‚Grundrecht auf Sicherheit‘.“

„Eine Welt der endgültigen Sicherheiten wäre keine lebenswerte Welt.“

Aber natürlich sind auch die Stellen zwischen diesen Zitaten lesenswert ;-)

Sch…Sch…Schäuble in Schwabenheim 15. März 2008

Posted by sikk in Fun.
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Wie es aussieht, war unser aller Liebling Schäublinator in Schwabenheim, um im Rahmen eines CDU-Jahresempfangs über „Neue Herausforderungen der Inneren Sicherheit“ zu parlieren.

Dabei musste der rollende Lord der Finsternis jedoch an den Wächtern des Lichts vorbei. Diese wurden repräsentiert durch ca. 20 Repräsentanten des AK Vorrat Rhein-Mainz, der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz, einem alternativen Jugendcafe in Bingen und natürlich den Piraten aus Rheinland-Pfalz, die unter dem Motto „Not welcome STASI 2.0“ die zahlreich anwesenden Gäste über unsere Ziele aufgeklärt haben.

Ohne Opfer kam er da natürlich nicht raus und so haben es unsere trotzigen Grundrechtsverteidiger geschafft, ihn mit offizieller Schäublone und passenden Flyern auszustaffieren, wie dieses Skandalfoto beweist:

Schäuble mit Schäublone

Wie mir zugetragen wurde, hat er sich die Flyer sogar angeschaut, während der offensichtlich doch eher trockenen Auftaktrede. Ob er gelernt hat und welche Schlüsse er daraus zieht, können wir nur erahnen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Hut ab, kann ich da nur sagen, gute Arbeit. Trotz der kurzen Vorlaufzeit habt Ihr ordentlich was auf die Beine gestellt. Weiter so.

Erste kurze Info gibt es bei Florian. Ich denke, dort wird auch noch ein offizieller Bericht erscheinen.

Das Ende des Vertrauens? 7. März 2008

Posted by sikk in Nicht kategorisiert.
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In Köln fand die Tage eine Podiumsdiskussion zum Thema Datenschutz statt. Auf einen sehr lesenwerten Erfahrungsbericht möchte ich hier hinweisen:

Erfahrungsbericht Podiumsdiskussion: Das Ende des Vertrauens

Ein paar Sätze daraus möchte ich noch Kommentieren:

Thust schloss damit, dass er die Kontrolle der Polizei durch die Gerichte betonte und rief zu “einem bisschen Vertrauen” gegenüber den Polizisten auf.

In Anbetracht der umfassenden Überwachungsmaßnahmen, die wirklich jeden Bürger treffen, finde ich, dass umgekehrt ein Schuh draus wird: Wie wäre es, mal wieder dem Bürger zu vertrauen? Nur wer jeden verdächtigt, muss jeden überwachen!

Außerdem betonte er [wieder Thust], dass die “Überwachung aller Bürger” allein technisch und personell nicht leistbar ist.

Zwar führen die zur Zeit getroffenen technischen Maßnahmen zu immensen Datenmengen, aber die Auswertung derselben ist technisch sehr wohl – mit Mitteln des sogenannten ‚Data Minings‘ – problemlos und ohne besonderen Personaleinsatz möglich. Die dahinterliegenden Techniken werden immer ausgefeilter, sowohl was die reine Rechnerleistung angeht, als auch die verwendeten Algorithmen. So ist tatsächlich eine flächendeckende Überwachung aller Bürger möglich.

Die Frage, die sich stellt ist die, ob man damit nicht übers Ziel hinausschießt? Die schiere Menge an Daten lässt vermuten, dass es eben auch eine Menge an Fehlalarmen geben wird. Und leider tendieren die Befürworter der Überwachung dazu, zu sagen: Lieber einmal zuviel überwacht, als etwas übersehen.

Markenklamotten 4. Dezember 2007

Posted by sikk in Nicht kategorisiert.
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Sehr nett, was man sich in GB mal wieder ausgedacht hat, um Verdächtige zu identifizieren: Die dort ja allgegenwärtig vorhandenen Videoaufnahmen werden automatisch gescannt und anhand der Markenzeichen auf der Kleidung zusammengefasst:

„Was auch immer sie tun, sie tendieren dazu in einer Art Uniform rauszugehen. Wenn als einmal jemand sein Kapuzenshirt trägt, kannst du sicher sein, er wird es erneut tragen, wenn er dann eine Straftat begeht.“

Dummerweise tragen ja nicht nur Kriminelle Kapuzenshirts und auch Markenklamotten sind nicht nur bei Kriminellen verbreitet. So kann es betimmt mal vorkommen, dass jemand unverdächtiges plötzlich im Fadenkreuz irgendwelcher Ermittlungen steht.

Dass man heutzutage dann auch noch seine Unschuld erst beweisen muss, halte ich für unzumutbar.

Quelle: http://www.gulli.com/news/gro-britannien-verd-chtige-2007-12-03/

Untergrundüberwachung 10. Oktober 2007

Posted by sikk in Politik.
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Hier mal wieder ein Beispiel, wie sehr es in den Köpfen verankert ist, man müsse unbedingt mehr überwachen:

http://www.gulli.com/news/kamera-berwachung-in-der-2007-10-10/

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollten eine Studie in Auftrag geben, wie toll doch die Videoüberwachung dreier U-Bahn-Linien funktioniert. Dummerweise hat sich bald schon herausgestellt, dass es nicht nur nicht weniger Kriminalität gab, sondern sogar einen leichten Anstieg gab… Was natürlich nichts mit der VÜ zu tun hat.

Schnell den Auftrag storniert und stattdessen verkündet, es sei alles erfolgreich und man müsse die Überwachung ausweiten. Blöd nur, dass man vor diesem Feldversuch ausgemacht hat, dass die Ausweitung von Erfolg des Versuch abhängt.

Da muss man wohl noch ein paar weitere Studien in Auftrag geben, in der Hoffnung, dass irgendeine schon den gewünschten Erfolg zeigen wird.