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Hey Innenminister 18. April 2011

Posted by sikk in Politik.
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Hey Innenminister,

gerade habe ich auf Spiegel-Online gelesen, dass die EU-Innenministerin Malmström unbedingt die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland einführen möchte. Obwohl es natürlich auch andere Meinungen gibt, aber wen kümmern schon Expertenmeinungen, wenn man das Gefühl hat, das richtige zu tun? Oder Fakten, die belegen, dass die Vorratsdatenspeicherung keine Verbesserung darstellt?

Nun wird sie also doch noch kommen und die Handys, Telefone und E-Mail-Konten aller Menschen hierzulande werden überwacht, ob da nicht ein Terrorist ist, der Böses in Deutschland vor hat. Immerhin knapp 82 Millionen Verdächtige, genau wissen wir es wohl erst nach der diesjährigen Volkszählung. Hinzu kommen noch Touristen, die ja auch nach Hause telefonieren, da gibt es schon einiges zu tun die alle zu überwachen.

Um Ihnen die Arbeit etwas zu erleichtern, möchte ich Sie bitten, mich von der Vorratsdatenspeicherung auszuschließen, denn ich kann Ihnen versichern, kein Terrorist zu sein. Ganz ehrlich. Und es geht doch bei der Vorratsdatenspeicherung um Terroristen, oder?

Zwar bin ich aus der Kirche ausgetreten und gehöre sogar der Piratenpartei an aber ich bin ein Fan der körperlichen Unversehrtheit, achte die Würde des Menschen und finde Menschenrechte absolut wichtig. Sprich: Von mir geht keine Gefahr aus. Immerhin lassen sich auf diese Weise einige Datensätze einsparen: Drei Mobilfunktarife zum telefonieren, über die ich auch ins Internet komme, unzählige Mailaccounts (den Überblick habe ich selbst längst verloren) und noch zwei Tarife meines Arbeitgebers (Blackberry und Firmen-UMTS). Das ist doch schon mal was. Und überhaupt glaube ich nicht, dass mein Arbeitgeber sich freut, dass unsere Kundenkontakte extern gespeichert werden.

Meine Frau können Sie bei der Gelegenheit auch streichen. Die kann zwar manchmal ganz schön gemein sein, aber auch wirklich nur manchmal, weil ich mal abnehmen sollte, aber da bin ich ja selbst schuld. Sonst ist sie ganz lieb und tut keinem etwas zuleide.

Unsere Tochter ist erst zwei Jahre alt, die kann noch nicht mal richtig sprechen, geschweige denn selbständig telefonieren oder gar üble Pläne schmieden. Lügen kann sie aber schon, sie streitet ab, Kacka gemacht zu haben, obwohl sie die einzige ist, die streng riecht. Vielleicht wird sie irgendwann mal im Supermarkt klauen oder auf dem Schulweg heimlich rauchen um Ihren Freundinnen zu imponieren, aber all das macht sie ja nicht zu einer Terroristin, oder?

Übrigens kann ich auch meine sonstige Familie und die meiner Frau ausschließen: Unsere Eltern sind über 70 und unsere Geschwister sind auch ungefährlich. Ganz bestimmt.

Und wenn wir schon dabei sind: Es gibt in meinem Bekanntenkreis überhaupt niemanden, der zum Terrorismus fähig wäre. Echt, mir fällt keiner ein und ich kenne ziemlich viele Leute. Können sie die auch alle streichen? Und die Bekannten meiner Frau auch? Nein, die kennt auch keinen Terroristen.

So, das dürften dann schon so einige hundert Leute sein. Ist doch toll, wie leicht man Daten einsparen kann, oder?

Ich wette, auch keiner meiner Bekannten kennt Terroristen. Zugegeben: Dafür kann ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Aber wozu haben wir denn eine Unschuldsvermutung?

Also Innenminister: Mit wenigen Worten schon ein paar tausend Verdächtige ausgeschlossen, ist das nicht super? Daten gespart ohne Sicherheit einzubüßen. Sie können ja auch mal in Ihrem eigenen Bekanntenkreis nachschauen, ob Sie da jemanden ausschließen können. Sie selbst unterliegen ja auch nicht der Speicherungspflicht, denn Abgeordnete sind ja von dieser Regelung ausgeschlossen genau wie beispielsweise Seelsorger und Ärzte. Bei denen allerdings aus guten Gründen, wie ich anfügen möchte.

Wäre das nicht total supi, wenn wir noch mehr Leute per default ausschließen könnten? Wie wäre es mit Unionsmitgliedern? Die sind doch sowieso die Guten und können kein Wässerchen trüben. Genau wie Christen im allgemeinen: Wer gläubiger Christ ist, darf getrost von der Liste der Übeltäter gestrichen werden. Gläubige Christen erkennt man natürlich daran, dass sie Ihre Kirchensteuer bezahlen. Oder Unionsmitglieder sind. Am besten beides gleichzeitig.

Überlegen wir mal weiter: Was glauben Sie, Innenminister, wie viele Terroristen Ihre eigenen Handys zur Planung von Anschlägen nutzen? Ich sage: Gar keiner, die nehmen doch geklaute Handys, oder? Hey, wir können alle von der Liste streichen, die mit ihrem eigenen Handy telefonieren!

Da bleiben doch kaum noch welche übrig! Sollten wir dann nicht einfach eine andere Liste machen, auf der nicht pauschal jeder drauf steht, sondern nur eine Liste mit als gestohlen gemeldeten Handys? Und falls es doch mal einen Terroranschlag geben sollte gibt es ja immer noch das Quick-Freeze-Verfahren.

Und wissen Sie was? Dann können wir uns auch den Quatsch mit der Liste gestohlener Handys sparen…

Nacktscanner und die Datenspeicherung 17. November 2010

Posted by sikk in howto, Piraten.
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Gerade habe ich bei Netzpolitik.org gelesen, dass erstmals Bilder aus amerikanischen Nacktscannern geleakt sind. Nicht eins oder zwei, ganze 35.000 Bilder sind so aufgetaucht. Ganz ehrlich: Das wundert mich nicht.

Auch wenn immer wieder behauptet wurde, es sei nicht möglich, entsprechende Bilder zu speichern, so muss doch jedem technikinteressierten Menschen klar sein, dass zwischen dem eigentlichen Scanner und dem Ausgabegerät eine digitale Verarbeitung statt findet, die es jederzeit ermöglichen würde, dass diese digitalen Daten in irgendeiner Form auch gespeichert werden können.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass eine solche Datenspeicherung von Sicherheitsbehörden nicht nur gerne geduldet sondern sogar gewollt ist.

Aber fangen wir vorne an: Ohne dass ich genauere Einblicke in die Entwicklung oder das Innere eines solchen Gerätes habe, kann man doch ein paar Aussagen über den Aufbau treffen.

Ein Nacktscanner besteht logisch aus mehreren Teilen. Da wäre zunächst der Scanner selbst, dann eine Rechenlogik, die dessen Ergebnis aufbereitet und dann die Anzeige beim Securitypersonal.

Der Scanner ist hier ein Terahertz-Scanner, weil Terahertz-Strahlung die oberen Kleidungsschichten durchdringen kann und man somit Personen quasi ohne Kleidung darstellen kann. Deswegen heißen die Nacktscanner oder mittlerweile verharmlosend auch Körperscanner.

Scanner sind bildgebende Geräte: Vorne werden die Leute gescannt, hinten kommt ein Bild heraus, nennen wir es mal Rohbild. Da gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu normalen Flachbettscannern oder auch Fotokameras, nur dass das Rohbild eben nicht aus sichtbarem Licht sondern aus eben den Terahertzstrahlen gewonnen wird. Selbst wenn es sich bei diesen Daten nicht um ein übliches JPG handelt sondern wahrscheinlich in einem eigenen Format an die Verarbeitungslogik weitergereicht wird, handelt es sich doch um Rohdaten, die die untersuchte Person darstellen.

Natürlich darf man sich das nicht wie ein ästhetisch ansprechendes Nacktfoto vorstellen wie es sie zu tausenden überall anzuschauen gibt, eher handelt es sich um ein funktionelles Graustufenbild, das nun verarbeitet werden muss. Ein Beispiel findet sich in der Wikipedia (Datei:Backscatter x-ray image woman.jpg).

Die Bildverarbeitung ist ein eigener Zweig der technischen Informatik, der zunehmend wichtiger wird, wenn man an Gesichts-, Mimik- und Gestenerkennung denkt. Insbesondere ist auch das europäische Projekt INDECT sehr an der Forschung interessiert, automatisch „abweichendes Verhalten“ zu erkennen.

Hier muss jedoch nur ein statisches Bild bearbeitet werden, zumindest ist mir Terahertz-Video noch nicht bekannt. Sicherlich nur eine Frage der Zeit.

Voraussetzung für diese Bildbearbeitung ist eine möglichst hohe Auflösung des Ursprungsbildes. Ähnlich wie ein Textscanner, der anhand des Scans die Schrift erkennen soll (OCR) sorgt eine höhere Auflösung für ein besseres Ergebnis oder umgekehrt gibt es vermehrt Fehler, wenn die Auflösung zu gering ist.

Das Bild wird nun nachgeschärft, Kanten werden erkannt, es wird transformiert, normiert und klassifiziert, letzten Endes mit dem Ziel Muster zu erkennen und Dinge, die „unüblich“ sind, von der Norm abweichen.

Für die letztendliche Anzeige im Computer des Security-Personals reicht es grundsätzlich, dass dort ein schematisches Menschlein dargestellt ist und von der Verarbeitungseinheit nur die Koordinaten geliefert werden, wo rote Kreise oder Pfeile anzuzeigen sind. Oder dieses schematische Bild wird auch gleich von der Verarbeitungseinheit mitgeliefert.

In allen Schritten ist es nun grundsätzlich möglich, Daten zu speichern. Wenn die Aussage getroffen wird, es könne nicht gespeichert werden, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Schnittstellen dafür nicht vorhanden sind, wahrscheinlicher dürfte es sein, dass zwar die Schnittstellen vorhanden, daran aber kein Datensicherungsgerät angeschlossen ist. Es kann auch einfach sein, dass der Benutzer einfach keinen Knopf zum speichern hat.

Für die Entwicklung solcher Systeme sind solche Schnittstellen jedoch unbedingt erforderlich, weil der Programmierer eben sehen muss, wie die Bilder aus dem Scanner herauskommen und auch, wie die Zwischenschritte der Verarbeitung aussehen.

Die produktiven Systeme sind auf solche Schnittstellen eigentlich nicht angewiesen, sind sie für den Betrieb doch nicht unbedingt notwendig. Aus Kostengründen könnte der Hersteller also darauf verzichten, solche Schnittstellen einzubauen, jedoch sind die Kosten eher gering und es gibt eben doch noch einen Nutzen zumindest für den Hersteller: Fehlersuche.

Fällt ein Nacktscanner aus kann es für die Fehlersuche erforderlich sein, die Verarbeitungsschritte zu überprüfen. Es muss ja nicht immer ein Hardwareausfall sein, es ist auch durchaus möglich, dass die Maschine zwar läuft, aber keine verlässlichen Ergebnisse mehr liefert. Beispielsweise gibt es hier den Fall in Hamburg, bei dem die Scanner schon bei Falten im Rock Alarm schlägt. Hier ist eine Nachbesserung in der Software notwendig.

Warum ist die Sicherung der Daten für Sicherheitsfanatiker wichtig? Grundsätzlich wollen die ja sowieso immer alles speichern, was möglich ist. Man stelle sich nur einmal vor, es passiert ein Terroranschlag, obwohl der Täter durch den Nacktscanner untersucht wurde. Spätestens dann wird man den genauen Vorgang überprüfen müssen, um die Ursache des Fehlers herauszufinden (oder zumindest jemanden beim Sicherheitspersonal schuldig zu sprechen, denn man kann ja  nicht zulassen, dass das Geld für die Nacktscanner fehlinvestiert ist).

Aber das nur am Rande ;-)

Automatische Gesichtserkennung im Einsatz 26. Februar 2010

Posted by sikk in Politik.
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Der Mainzer Feldversuch

Noch im Juli 2007 war man nicht in der Lage, Gesichter in Menschenmengen automatisch erkennen zu lassen.

Damals hatte man einen Versuch im Mainzer Hauptbahnhof gestartet, der den Stand der aktuellen Entwicklung in der Gesichtserkennung feststellen sollte. Drei Hersteller solcher Erkennungslösungen stellten einen Wust von Rechnern und Kameras auf, die auf eine Rolltreppe gerichtet waren, so dass täglich über 20.000 Menschen aufgenommen werden konnten. 200 Personen ließen sich freiwillig für die Erkennung registrieren und spielten die Lockvögel. Das Ziel war, diese Gesichter in der Menschenmenge zuverlässig zu erkennen (man versprach sich damit, Terroristen identifizieren zu können).

Doch all diese Hard- und Software funktionierte nicht wie gewünscht und scheiterte schon an einfachen Problemen mit der Beleuchtung, die sich durch den Sonnenstand im Tagesverlauf ändert oder auch daran, dass die gesuchte Person nicht geradeaus in die Kamera schaute.

Das Ende vom Lied war, dass bestenfalls (also mit Kooperation des Lockvogels) eine Erkennungsrate von 60-70% erreicht wurde und schon bei ungünstigen Lichtbedingungen versagte.

Apples iPhoto

Natürlich war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sowohl die Hard- als auch die Software ausgereift genug sein würde, um eine zuverlässige Personenerkennung zu gewährleisten. Trotzdem geht es für mich schneller als gedacht:

Neulich habe ich mich mit einem Kollegen unterhalten, der mir vom neuen Apple Notebook seiner Tochter vorgeschwärmt hat. Dabei kam er auch halb bewundernd, halb besorgt auf die Apples iPhoto zu sprechen. Die hat nämlich eine biometrische Gesichtserkennung eingebaut, die ihn offensichtlich nachhaltig beeindruckte.

Man kann dort Photos einer Person den Namen zuordnen und dann in den gesammelten Photos suchen lassen. immer wenn die Software ein ähnliches Gesicht gefunden hat, fragt sie: „Ist das (z.B.) Katharina?“ und kann das bestätigen oder auch nicht. Die Software lernt mit jedem Versuch und hat zum Schluss von ihm geschätze 80% der Fotos richtig erkannt, der Rest waren hauptsächlich Verwandte, allen voran natürlich die Mutter der Gesuchten – was die Qualität der Gesichtserkennung noch unterstreicht.

Wie gut diese Software tatsächlich funktioniert zeigte sich, als iPhoto ein Photo des Zimmers der Tochter (ohne Personen) zeigte und wieder fragte, ob das besagte Katharina sei. Er und seine Tochter mussten schon genau hinsehen, um ein Photo auf dem Nachttisch zu entdecken, das übrigens tatsächlich Katharina zeigte.

Recognizr

Nun hat Apple natürlich vergleichsweise ordentlich Rechenpower auch auf dem Notebook zur Verfügung. Doch ganz aktuell wird es noch doller:

Eine schwedische Firma hat eine Software für Handies erstellt, die anhand der eingebauten Kamera erkennt, wen man da gerade fotografiert:

Sie erkennt das Gesicht der Person und erstellt aus deren Gesichtszügen und einem ad hoc konstruierten 3D-Modell eine Identitätssignatur.

Diese Signatur wird dann an einen Server übermittelt und mit anderen in einer Datenbank gespeicherten verglichen. (via Heise)

Wohlgemerkt: Die Parametrisierung wird hier von einem Handy übernommen!

Momentan muss der andere dem noch zustimmen aber wenn man (z.B. als Staat) die Möglichkeit hätte, aus den biometrischen Fotos der Personalausweise eine solche Datenbank zu generieren und diese mit den Bildern der Überwachungskameras zu verknüpfen könnte man als Staat immer wissen, wer wann wo entlanggelaufen ist.

Es hat sich viel getan in den letzten Jahren, was man sich damals kaum hätte ausmalen können. Wie die Entwicklung weitergeht, können wir auch nur erahnen. Ob diese Entwicklungen positiv oder negativ ist, hängt unter anderem davon ab, wer diese Technik einsetzt und ob er tatsächlich nur auf einfache Weise Terroristen fangen oder gar ein ganzes Volk unterdrücken möchte. Aufhalten lässt sich diese Technik nicht mehr.

Sicherheit in München 20. Januar 2010

Posted by sikk in kurzgebloggt.
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Das ist ja mal wieder so ein Ding, wie das in München heute abgelaufen ist. Die SZ berichtet (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/552/500815/text/), was abgelaufen ist:

Nach Auskunft von Bundespolizei-Sprecher Albert Poerschke hatte gegen 14.40 Uhr ein Detektor an einer Sicherheitsschleuse auf den Laptop eines Mannes angeschlagen. Der Fluggast sollte daraufhin genauer kontrolliert werden, schnappte stattdessen aber sein Gepäck samt Laptop und machte sich rasch in den Abflugbereich davon.

Ja cool sowas. Eine Sicherheitsschleuse, es gibt einen Alarm und keiner reagiert? Der Mann hat das möglicherweise nicht mal selbst mitbekommen? Wie geht denn sowas? So eine Schnüffelnase ist bestimmt nicht billig, da kann man doch erwarten, dass es da recht heftig piepst. Die Metalldetektoren reagieren auf Gürtelschnallen und Kleingeld und piepsen dann wie bekloppt.

Aber es geht noch besser:

Obwohl der Vorfall an der Handgepäckkontrolle mit Videokameras gefilmt worden war, gelang es der Polizei zunächst nicht, den Mann zu fassen.

Die haben auch noch eine sauteure Videoüberwachung, die offensichtlich nichts bringt. Mal wieder, muss man wohl sagen. Und was nutzt die beste Videoüberwachung, wenn man sie nicht nutzen kann? Nichts, das ist rausgeschmissenes Geld.

Zwar sei das Münchner Geschehen aus der Distanz nur schwer zu beurteilen, es sei aber naheliegend, dass entweder zu wenig Personal am Kontrollschalter zur Verfügung stand oder aber die Ausbildung der Leute mangelhaft war.

Und genau hier muss man ansetzen, wenn man die Sicherheit erhöhen möchte: Mehr Leute, bessere Ausbildung. Man kann die Technik immer weiter verbessern, Videoüberwachung, Sprengstoffschnüffelmaschinen, Metalldetektoren, Nacktscanner, etc. Das alles nützt aber nichts, wenn man anschließend sagt: „Super, da können wir ja 50% Personal einsparen und Ein-Euro-Jobber hinsetzen!“ (überspitzt gesagt).

Nacktscanner werden auch wieder dafür sorgen, dass Sicherheitspersonal abgebaut werden kann. Das muss man ja auch, die kosten nämlich auch wieder ein Schweinegeld (ich habe irgendwo etwas von 150.000 Euro gelesen – pro Stück) – und das muss sich ja amortisieren.

Toll, jetzt bin ich wieder bei den Nacktscannern gelandet, wollte ich doch garnicht. Nur ein kurzer Gedanke noch: Dass die Nacktscanner keinen Sicherheitsgewinn bringen, wurde sicherlich schon hinreichend dargelegt, die kann man sehr leicht austricksen. Wenn der Computer (des Nacktscanners) dann sagt, der Terrorist kann passieren, wird das eben passieren, es gibt dann ja auch keinen Grund mehr ihn sich genauer anzuschauen. Den Job am Gerät können dann sowieso auch Studenten statt Sicherheitsfachleuten machen, die wird man auch schneller wieder los.

Wir haben also keinen Sicherheitsgewinn durch Nacktscanner aber einen Sicherheitsverlust durch weniger und schlechter ausgebildetes Personal – kein gutes Vorzeichen für die Zukunft im Flugverkehr.

Mir fällt doch noch was ein: Wenn es einen Terroranschlag trotz Nacktscannern gibt, wird man diesen Studenten dafür verantwortlich machen, dass er Mist gebaut hätte. Zur Aufklärung dieses Falles wird man dann mit Sicherheit doch noch gespeicherte Kopien der Scans vorhalten, sei es auch nur im Gerät selbst oder nur für den Geheimdienst verfügbar – ich glaube nicht, dass die Scans sofort gelöscht werden, das können die sich garnicht leisten.

Wochenrückblick 30.11.2009 – 05.12.2009 6. Dezember 2009

Posted by sikk in Wochenrückblick.
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Diese Woche wurde bestimmt durch das Schweizer Minarettverbot und die diversen Reaktionen darauf, insbesondere auch Politiker, die gerne mal am rechten Rand auf Wählerfang gehen. Neben den üblichen Verdächtigen muss man allerdings auch sagen, dass Piraten da eine Rolle spielen…

Weitere Themen sind natürlich immer wieder Datenmißbräuche von Arbeitgebern, Buchhändlern und Social Networks. Sehr gespannt bin ich, wie es mit den Darmstädter Urheberrechts-„schützern“, Ihrer Anwaltskanzlei und deren Abmahnpraktiken weitergeht, die Piraten haben die Sache ja sehr gut zusammengefasst und nun warten wir ja auf eine Reaktion.


(mehr …)

Wochenrückblick 23.11.2009 – 29.11.2009 29. November 2009

Posted by sikk in Wochenrückblick.
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Hier wieder mein persönlich kommentierter Wochenrückblick über das, was uns Piraten angeht oder angehen könnte. Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Relevanz :-)

Dieser Wochenrückblick wird wie immer auf der hessischen Webseite (http://www.piratenpartei-hessen.de/) und meinem Blog (https://sikk.wordpress.com) veröffentlicht.

Viel Spaß,

Sikk


2009-11-23: Leistungsschutzrecht
Leistungsschutzrechte vs. Google vs. ARD/ZDF – Irgendwas ist ja immer – Reloaded
Bisher die beste Zusammenfassung dessen, was das Leistungsschutzrecht sein kann, bzw. nicht sein wird und was es den Verlagen bringen wird, bzw. nicht bringen wird. Und auch, was es den Autoren, Journalisten und Bloggern bringen wird – nämlich nichts.


2009-11-23: Piraten
Piratenpartei begrüßt mit Angelika Beer ein prominentes neues Mitglied
Kein Parteienhopping sondern ein wohlüberlegter Wechsel: Angelika Beer wechselt zur Piratenpartei.


2009-11-23: Urheberrecht Großbritannien
TP: Mandelson als Lord of the Files
In England mal wieder dreht gerade ein Lord Mandelson durch und möchte einen superduper Piratenjäger installieren, der fernab jeglicher Vernunft Filesharer jagen und bestrafen soll. Lord Filmchen stößt damit jedoch auf breiten Widerstand aus allen Teilen der Bevölkerung, sogar solchen, die vorher noch nichts mit der Piratenpartei zu tun hatten…


2009-11-23: Vorratsdatenspeicherung
Data-Retention: Geheimdienste wollen mehr – futurezone.ORF.at
In Österreich berät man auch gerade über die Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Dort möchten jedoch Polizei und Geheimdienst noch gerne ein paar weitere Felder, die optional ausgefüllt werden dürfen. Und die sind nicht wählerisch: Von Datenvolumina der Up- und Downloads bis zu Bankverbindungsdaten – kleckern, nicht klotzen.
Nur weil die dort nicht zimperlich sind, heißt das aber nicht, dass unsere VDS jetzt besser geworden ist – es handelt sich immer noch um einen Generalverdacht allen Leuten gegenüber.


2009-11-23: Zensur
Sperr-Verträge: Details aus der Verhandlung veröffentlicht : netzpolitik.org
Die Prozessunterlagen zu den Sperr-Verträgen sind in Wikileaks veröffentlicht worden. Daraus geht hervor, dass die Mittel zur Zensur bereits funktionieren und innerhalb kürzester Zeit (2 Minuten) eingeschaltet werden können.
Für nächstes Jahr, wenn die Sperren laut Koalitionsvertrag aktiv werden sollen, versucht das BKA die technischen Ansprechpartner der Domänen per Fax(!) zu erreichen… Die Sperrliste soll 1400 Einträge umfassen und täglich vom BKA geprüft werden.


2009-11-24: Abmahnung
25-Jähriger soll 1800 Euro zahlen: augsburgr.de: Stadt Augsburg mahnt Blogger ab – Lokalnews – Augsburger Allgemeine
Aufreger der Woche dürfte der Fall Augsburg sein. Ein paar Blogger haben sich die Domain Augsburgr.de gesichert und die ihre Stadt gefragt, ob man dort was dagegen hätte.
Eigentlich eine geschlossene Frage, die man mit ja oder nein hätte beantworten können, bei nein hätte man sich eben eine andere Domain besorgt.
Die Spezialisten im Amt dagegen waren mit der Frage überfordert und beauftragten einen Anwalt, der die Sache per Abmahnung beantwortete. Inklusive Kostennote über fast 1900,- Euro.
Nun sind die Blogger sauer und die Stadt Augsburg dürfte einen bleibenden Imageschaden davontragen.
Update: So schnell kann es gehen: Offenbar war dem Augsburger Bürgermeister die negative Aufmerksamkeit zu überwältigend. Jedenfalls rudert er zurück und meint, er hätte sich da ein sensibleres Vorgehen gewünscht, es hätte nicht gleich ein Anwalt eingeschaltet werden müssen. Die Kostennote übernimmt nun die Stadt und achtet hoffentlich darauf, solche Kosten zukünftig nicht erst anfallen zu lassen.


2009-11-24: Zensur
heise online – Von der Leyen fordert neue Wege in der Diskussion um Internet-Sperren
Von der Leyen hat wieder gesprochen. Und fängt genau mit dem gleichen Quatsch wie letztes Jahr an. Scheinbar wurde sie durch die Wahl neu gebootet, denn irgendwie scheint sie sämtliche Argumente gegen die Zensur aus dem Hauptspeicher gelöscht zu haben. Zumindest ignoriert sie sie geflissentlich.
Jedenfalls möchte sie erneut eine Diskussion anstoßen über ihr Thema, zeigt sich unbelehrbar und glaubt wohl, uns so lange volldiskutieren zu können, bis wir irgendwann aufgeben?


2009-11-24: Überwachung Elena
TP: Die andere Vorratsdatenspeicherung
Unter dem Namen Elena (Elektronischer Engeltnachweis) reift im Schatten der Vorratsdatenspeicherung, Zensurförderung, SWIFT und anderer Überwachungsmaßnahmen ein weiteres Tool heran, dass weitaus größeres Mißbrauchspotential bietet als Vorteile.
Der Nachfolger der sogenannten JobCard bringt alles mit, was man als kritischer Beobachter mit Sorge betrachten muss: Eine zentrale Datenspeicherung (wenn auch verschlüsselt Übertragen), eine einheitliche ID (Steuer-ID), umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten und bereits jetzt Begehrlichkeiten unterschiedlichster Stellen.
Immerhin scheint man sich über gewisses Prozeduren Gedanken gemacht zu haben und auch die erste Ausführung soll überschaubare Daten und streng geregelte Zugriffsmechanismen beinhalten, jedoch ist zu befürchten, dass sich dies Aufgrund von Schwierigkeiten, die in der Praxis (garantiert) auftreten schnell lockern wird und auch weiteren staatlichen Stellen der Zugriff gewährt wird.
Selbst(?) die FDP macht da mit…


2009-11-25: Maut Transparenz
c’t – 25.11.09 – LKW-Maut: Wikileaks veröffentlicht geheime Maut-Unterlagen
Die Verträge zur LKW-Maut sind so geheim, dass sie jetzt bei Wikileaks aufgetaucht sind. Und es zeigt sich erstaunliches: Scheinbar sind es nicht so sehr die technischen Details, die das Firmenkonsortium vor dem Raub von Firmengeheimnissen schützt, sondern vielmehr die Geldbeträge, die fließen.
Noch sind es jedoch nicht alle Dokumente, aber Heise verspricht einen entsprechenden Hintergrundbericht, wenn alles beisammen ist.


2009-11-25: SWIFT Überwachung EU
Swift: Warum Europas Bankdaten für die USA tabu sein müssen | Digital | ZEIT ONLINE
Demnächst wird darüber entschieden, ob die EU den USA Einblick in die innereuropäischen Bankdaten gewähren wird. Mittlerweile sieht es so aus, als ob dieser Plan gerade noch rechtzeitig vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages verwirklicht wird, denn auch Deutschland wird dies durch Enthaltung des Innenministers unterstützen.
Was daran falsch ist, erklärt die Zeit hier sehr gut.


2009-11-26: Bildung Bologna
Bildungspolitik: Die Bologna-Blase ist geplatzt – Der Kommentar – Politik – FAZ.NET
Sehr guter Artikel in der FAZ über das Scheitern der Bologna-Reform. Unbedingt lesen!


2009-11-26: Internet Piratenpartei
GABOT – Startportal und Suchmaschine für den Gartenbau: Internet soll Top-Thema der Politik werden
Das Internet wird eine immer größere Rolle auch in der Politik spielen. So zumindest sieht es ein Großteil der Bevölkerung. Parteien ohne diesbezügliche Kompetenz werden es zukünftig schwer haben. Ein Hoch auf die Piratenpartei, die diese bereits mitbringt und sich nicht nur aufgrund dessen eine immer weiter steigende Bekanntheit erarbeitet hat: 70% der Bundesbürger kennen uns bereits und das ist sogar unabhängig vom Alter gleich bleibend.


2009-11-26: Musikindustrie Abmahnung
Internet-Law: Rechtsanwalt Kornmeier lässt Blogbeitrag abmahnen
RA Stadler hat Post von RA Kornmeier bekommen. Darin geht es um eine Abmahnung gegen einen Blogbeitrag über die Fa. Digiprotect, die hier von Kornmeier vertreten wird. Stadler soll seinen Text widerrufen, der Digiprotect wohl diskreditiert.
Richtig verstanden habe ich es ehrlich gesagt nicht, aber es geht wohl um richtig viel Geld und ich schätze, da wird es mal richtig knallen. Man darf gespannt sein.


2009-11-26: Piratenpartei
Piratenpartei erhält den Politikaward 2009 | Piratenpartei Deutschland
Wer hätte das gedacht? Ohne nominiert zu sein und trotzdem mit einstimmiger Entscheidung der Jury bekommt die Piratenpartei den Politikaward 2009. Coole Sache :-)


2009-11-26: Überwachung BKA
heise online – BKA-Chef fordert VoIP-Überwachung
Der Ziercke mal wieder. Er fordert, dass Voice over IP-Gespräche abgehört werden dürfen genauso wie normale Telefongespräche ja auch. Dummerweise ist das jedoch nicht dasselbe, denn VoIP wird verschlüsselt übertragen, da reicht es also nicht, sich am Telefon- oder DSL-Kabel zu verlustieren, sondern man muss zur Quelle vordringen, auf den Rechner des Überwachten.
Was Ziercke also tatsächlich will ist der Einsatz des Bundestrojaners oder ähnlicher Hilfsmittel mit deren Hilfe man auch gleich noch weiteren Schindluder betreiben kann.
Dabei könnte der Mann doch auch gut, den schon in den 80ern von der FDP erlaubten großen Lauschangriff nutzen und Wohnraumüberwachung machen. Ist ihm wohl zu viel Aufwand, da erst noch die ganzen Formulare auszufüllen und Richter zu überzeugen…


2009-11-26: Überwachung
heise online – de Maizière: „Wenn mehr Fußball gespielt wird, braucht man mehr gelbe Karten“
De Maizière ist so farblos, dass ich nie weiss, ob das nicht seine Maizèrone ist. Aber er hat die Herbsttagung des BKA in Wiesbaden eröffnet und die Gelegenheit genutzt, die Vorzüge weiterer Überwachungsmaßnahmen in den schönsten Farben auszumalen. Er spricht sogar von roten und gelben Karten.
Apropos Gelb: Er macht gleichzeitig noch klar, dass die FDP in Bürgerrechtsfragen nicht den Hauch einer Einmischung geschafft hat: Das BKA-Gesetz bleibt so wie schon von Schäuble geplant bestehen.
Also wer da nicht rot sieht, ist bereits schwarz – Unionsschwarz.


2009-11-26: SWIFT FDP
FTD.de | Bankdaten: Liberale Umfaller
Harte Worte von der Financial Times Deutschland, die aber die richtigen Treffen, nämlich die FDP: „Die Kapitulation der Liberalen ist erbärmlich: Mit dem Verzicht auf ein Veto gegen die Weitergabe von Bankdaten verraten die Liberalen nicht nur die Bankkunden – sondern auch ihre Wähler und die eigenen Grundwerte.“


2009-11-27: Freifunk
Freifunk, was ist das eigentlich? | Piratenpartei Sachsen-Anhalt
Cool. Freifunk. Mal ordentlich erklärt von einem hallischen Freifunker.


2009-11-27: Netzneutralität Zensur
Medien: Der Staat erobert das Internet zurück – Medien – Feuilleton – FAZ.NET
Toller Text der FAZ zur Netzneutralität und den Bemühungen der Staaten, die Hoheit in den Netzen zurückzuerobern und deren Versuche, virtuelle Grenzen zu ziehen. Lesenswert.


2009-11-27: Regierung
Nachfolge von Franz Josef Jung: Von der Leyen wird Arbeitsministerin – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik
OK, der Jung geht, weil er nicht sehr schlau kommuniziert hat. Schon damals hat sich jeder gefragt, wie man sicher sein kann, dass bei den 140 Toten keine Zivilisten dabei waren. Das hat er aber behauptet. Jetzt ist er der wohl am schnellsten zurückgetretene Minister überhaupt.
Soweit die guten Nachrichten, schon wirds wieder ernst: Zensursula übernimmt seinen Posten. Nur eine Frage der Zeit, dass die Arbeitslosenstatistiken hinter einem Stopschild verschwinden und das Problem damit gelöst werden soll.


2009-11-27: Rundfunkfreiheit
Entscheidung des Verwaltungsrats: ZDF-Chefredakteur Brender muss gehen – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur
Koch hat gewonnen, Brenders Vertrag wird nicht verlängert. Ein schlechter Tag für die Demokratie und insbesondere für die Pressefreiheit. Die öffentlich-rechtlichen Medien sollen staatsfern agieren, werden aber von Ministerpräsidenten gelenkt.
Eben auch im Fernsehen gesehen wie Koch meint, dass es doch besser wäre, wenn man nach 10 Jahren und zwei Vertragsverlängerungen mal wieder was neues und so… Ich finde, mit dieser Begründung könnte er auch selbst mal abtreten.


2009-11-27: Rundfunkfreiheit
ZDF-Chefredakteur muss gehen: Union schasst parteilosen Brender – taz.de
Auch die taz berichtet nicht positiv über Brenders Abgang, na gut, hätte ich auch nicht erwartet. Hier steht auch nochmal, was Koch (irgendwo habe ich auch „Westentaschen-Berlusconi“ gelesen) sinngemäß sagt: „zudem sei es legitim, nach zehn Jahren über einen Neuanfang nachzudenken.“
Wie gesagt, Herr Koch, diese Worte sollten Sie sich auch mal zu Herzen nehmen…


2009-11-27: Urheberrecht
Kulturstaatsminister stellt Privatkopie infrage – Golem.de
Jungejunge, jetzt will sogar der Kulturstaatsminister die Privatkopie abschaffen. Das ist das Recht, das dafür sorgt, dass wir unsere eigenen CDs kopieren dürfen, um sie z.B. gegen Verkratzen unserer Kinder zu schützen (wer Kinder hat, weiss, was ich meine). Das würde zukünftig bedeutem, dass man sich seine Musik demnächst regelmäßig kaufen darf, wenn man sich nicht strafbar machen will.
Auch ich habe diverse CD-Hüllen, deren Inhalt irgendwann mal verschwunden ist. Darf ich sie mir deswegen aus dem Internet herunterladen? Nein. Hätte ich damals eine Kopie ins Auto gelegt, wäre die geklaut worden und ich hätte das Original noch.
Aber hey, was tun wir nicht alles für die Kultur…


2009-11-27: Wahlkampf NRW
NRW:Landtagswahl 2010/Unterstützungsunterschriften – Piratenwiki
NRW hat angefangen, Unterstützungsunterschriften zu sammeln. 1000 Stück brauchen sie, das dürfte heutzutage ja ein Kinderspiel sein. Trotzdem bitte mithelfen wo es geht, es gibt genügend Gründe, dieses Ziel überzuerfüllen ;-)


2009-11-28: SWIFT Überwachung
heise online – Bundesrat warnt vor Wirtschaftsspionage durch SWIFT-Abkommen
Wenn nicht der Bundesrat selbst diese Warnung ausgesprochen hätte, wäre es sicherlich wieder als Verschwörungstheorie abgetan worden. Tatsächlich ist die Gefahr der Wirtschaftsspionage durch die USA realer als gedacht: Schon beim Echelon-System hat die NSA zugegeben, dass ein Großteil der Einnahmen, die sie benötigen um das System aufrecht zu erhalten aus gewissen Informationsdienstleistungen kommt. Sowas bekommt man immer dann deutlich vor Augen geführt, wenn Ausschreibungen sehr knapp von Amerikanischen Unternehmen gewonnen werden.
Wie dem auch sei: Die Gefahren die von der datenschnüffelnden USA ausgehen sind höher als jede Terrorgefahr.


2009-11-28: Zensur
Internetsperren: Köhler verweigert Unterschrift fürs Filtergesetz – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt
Wer hätte das gedacht? Bundespräsident Köhler möchte das Zensurerleichterungsgesetz nicht unterschreiben. Zumindest noch nicht, erst möchte er weitere Informationen einholen.
In die Tagesschau hat es diese Nachricht ja heute zumindest nicht geschafft, trotzdem eine sicherlich gute Nachricht.


2009-11-29: Medienkompetenz Wikipedia
Wie man einen Wikipedia-Artikel… liest – Die wunderbare Welt von Isotopp
Was bei der Erstellung von Wikipedia-Einträgen alles schief laufen kann, hat sich Kristian Köhntopp vorgenommen zu beschreiben. Es ist auch oft so, dass man einen Wikipedia-Artikel gut lesen kann, man sich gut unterhalten fühlt aber dann doch erschreckend uninformiert ist.
Wie man einen guten Wikipedia-Artikel erkennt, wird hier am Beispiel des Eintrages zu Batman erklärt.


2009-11-29: Medienkompetenz
Medienkompetenz-Grundkurs: Wie man ein Zeitungsinterview liest.
Hier ist mal was richtig großes: Fefe erklärt, was in ihm vorgeht, wenn er ein Interview liest, außerdem worauf man achten sollte, wenn man ein Interview führt – ob aktiv oder passiv.
Ein Beispiel, in dem er selbst Interviewed wurde, wird ordentlich analysiert und erklärt.
Langer Text, der sich zu lesen lohnt, den man aber auch nicht immer eins zu eins übernehmen kann sondern auf sich adaptieren muss – aber das ist beim Lernen ja meistens so.
Und wer gut aufgepasst hat, wird feststellen, dass fefe wiederholt gesagt hat, er habe sich die Tage mit Kristian Köhntopp zusammengesetzt, um Ihre Pläne zur Erreichung der Weltherrschaft zu besprechen. Da beide nun je einen Artikel über Medienkompetenz geschrieben haben, könnte dies einen Zusammenhang haben ;-)


Interessant ist natürlich wie immer auch die Homepage der Piratenpartei.

 

Wochenrückblick 02.11.2009 – 07.11.2009 8. November 2009

Posted by sikk in Wochenrückblick.
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Hier wieder mein persönlich kommentierter Wochenrückblick über das, was uns Piraten angeht oder angehen könnte. Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Relevanz :-)

Dieser Wochenrückblick wird wie immer auf der hessischen Webseite (http://www.piratenpartei-hessen.de/) und meinem Blog (https://sikk.wordpress.com) veröffentlicht.

Viel Spaß,

Sikk


2009-11-02: Überwachung
Schnüffeleien der Telekom – Spitzeleien bis nach Übersee – Unternehmen – sueddeutsche.de
Die Telekom Schüffelaffäre wird immer noch ausgewertet. Jetzt kam heraus, dass auch Klaus Bresser, der ehemalige Chefredaktuer des ZDF bespitzelt wurde und zwar weil ihn ein Freund aus USA anrief, der selbst bereits im Visir der Spitzel war.
Ganz nebenbei erfährt man auch noch, dass die beauftragte Detektei an Telefondaten aus dem Ausland herankam, was gewiss nicht leicht gewesen ist. Offensichtlich ist es aber doch so, dass man an alle Daten kommen kann, wenn man nur will (und es möglicherweise mit dem Datenschutz nicht so genau nimmt). Und je mehr Daten in irgendwelchen datenbanken gespeichert sind und je mehr Leute auf diese Daten Zugriff haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Daten mißbraucht werden.
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Wochenrückblick 25.10.2009 – 31.10.2009 1. November 2009

Posted by sikk in Wochenrückblick.
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Hier wieder mein persönlich kommentierter Wochenrückblick über das, was uns Piraten angeht oder angehen könnte. Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Relevanz :-)

Dieser Wochenrückblick wird wie immer auf der hessischen Webseite (http://www.piratenpartei-hessen.de/aktuelles/wochenrueckblick/) und meinem Blog (https://sikk.wordpress.com) veröffentlicht.

Viel Spaß,

Sikk


2009-10-25: Regierung
Schwarz-gelbe Koalition: der Rechtsstaat – Grau und hilfsbedürftig – Politik – sueddeutsche.de
Der Erfolg der FDP im Bezug auf die Stärkung der Bürgerrechte und Entschärfung der Sicherheitsgesetze lassen sich nur schwer finden. Letzten Endes sind die eigentlich nur durch die Verhinderung dessen, was die Union und vorneweg Herr Schäuble gerne gehabt hätten.
Kurz gesagt: Heribert Prantl lässt kein graues Haar an diesem Koalitionsvertrag…

 


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Wochenrückblick 18.10.2009 – 24.10.2009 25. Oktober 2009

Posted by sikk in Wochenrückblick.
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Hier wieder mein persönlich kommentierter Wochenrückblick über das, was uns Piraten angeht oder angehen könnte.

Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Relevanz :-)

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Sikk


2009-10-18: eGK
Gesundheitspolitik der neuen Koalition – Die elektronische Gesundheitskarte wird gestoppt – Deutschland – Politik – Hamburger Abendblatt
Sag bloß: Die elektronische Gesundheitskarte wird doch wieder abgeschafft? Das glaube ich aber erst, wenn es noch mehr Details dazu gibt…


2009-10-18: Überwachung
Kaspersky-Chef will Ende der Anonymität im Internet – Golem.de
Oje, der Anti-Viren-Kaspersky hätte am liebsten den Internet-Pass, um damit der Anonymität im Internet Herr zu werden. Halten wir ihm mal zu gute, dass er prinzipbedingt an der Virenfront nur das Böse im Internet sehen muss. Aber trotzdem: Wer Viren schreiben kann, kann sie auch anonym verbreiten, geholfen ist damit niemandem, im Gegenteil kann ohne eine gewisse Anonymität kein Whistleblowing stattfinden, manchmal ist es nur im Schutze der Anonymität möglich, vor Repressionen geschützt zu sein und manche Meinungen werden nur anonym ausgesprochen (ja da ist auch dummes Zeug dabei, aber das ist es allemal wert).
Nein, das Internet ist nicht schlecht, aber manche Leute sind es. Und denen kommt man mit so einem lächerlichen Pass nicht bei.


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Wochenrückblick 11.10.2009 – 17.10.2009 18. Oktober 2009

Posted by sikk in Wochenrückblick.
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Hier wieder mein persönlich kommentierter Wochenrückblick über das, was uns Piraten angeht oder angehen sollte. Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Relevanz :-)
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Sikk


2009-10-11: Amok
Debatte um Schießanlage: Schützenhilfe für Schützengilde
Jawoll: Nachdem in Winnenden der Amoklauf verherrlicht wurde, deutschlandweit Computerspieleevents abgesagt und sabotiert wurden, nachdem auch selbsternannte Amokexperten sich für Spieleverbote stark machten fördert man in Backnang, einem Nachbarort von Winnenden den Neubau des Schützenhauses mit 210.000 Euro.
Respekt für dieses Vorgehen.
BTW: Das Schützenhaus soll 2,1 Mio kosten, zu dem Preis müsste es ja olympischen Standards entsprechen. FUD: Bestimmt kann man auch für die Hälfte bauen und bestimmt ist der Bauherr ein guter Freund des Bürgermeisters…

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